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EngelderMonde
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EngelderMonde » blog » Horizont

Horizont

     
24.05.2008 16:09

Auf `s Leben

Von deiner Jugend möchte ich trinken

Nur einen Schluck, der mich vergessen läßt

Beim Abschied an den Anfang denken

Bevor die Erinnerung daran verblasst.

Mit deiner Unschuld möchte ich Leben

Im Hier und Jetzt und einfach immerfort

Dein Herzschlag läßt den Puls mir beben

Und schon zieht mich der nächste Tagtraum fort.

Nimm einen Schluck

Wir trinken auf`s Leben

Nimm mein Glas

Denn deins hast du mir gegeben.

Mit deinen Augen möchte ich sehen

So weit der Blick mich in die Ferne treibt

Und wenn wir auseinander gehen

So gibt es nichts, was davon übrig bleibt.

Von deiner Zuversicht möchte ich zehren

Obwohl ich weiß, die Tage sind gezählt

Ein Stück daran muß ich dir stehlen

Für meine Lust hab ich dich erwählt.

Nimm einen Schluck

Wir trinken auf`s Leben

Nimm mein Glas

Denn deins hast du mir gegeben.

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10.05.2008 17:26

In diesem Licht

Wenn ich deinen Herzschlag hör`

Geht es Hand in Hand

Und werf die Fesseln

In den weißen Sand

Schlag an die Trommel

Tanz zum hellen Mond

Für Ewigkeiten

Hat sich gelohnt.

Niemand hat in dir einen Gott gesehen.

Niemand hat in dir einen Gott gesehen.

Komm her zu mir und hör mich zu

In diesem Licht stehst nicht nur du

Komm her zu mir und sieh mich an

Durch dieses Licht ziehst du mich in deinen Bann.

Wenn du zum Augenblick

Die Zeit verpasst

Wozu die Hast?

Spür ich deinen Herzschlag

Geht es Hand in Hand

Und werf die Fesseln

In den weißen Sand.

Niemand hat in dir den Gott gesehen.

Niemand hat in dir den Gott gesehen.

Komm her zu mir und hör mir zu

In diesem Licht stehst nicht nur du

Komm her zu mir und sieh mich an

Durch dieses Licht ziehst du mich in deinen Bann.

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05.04.2008 16:13

Liam

von In Extremo

An einem Wintertag,

als er nicht bei ihr lag.

Sturm blies, der die Wellen brach,

als ihr Schatz in See stach.

Der Nachtwind weinte,

weinte es in ihr Ohr,

weit draußen,

da ging dein Schatz verloren.

Liam, Liam, ich bin immer bei dir,

Liam, Liam, auch ich liebe das Meer.

Liam, Liam, Liam, Liam, Liam

bald komm ich zu dir.

Mit der Vaters Boot,

folgte sie im Morgenrot.

Segelte Tage viele Nächte,

betete zu allen Mächten.

Das Schicksal neigte,

neigte und erbarmte sich,

weit draußen

da fand sie ein Schiff.

Liam, Liam......

Captian sprich, nur zu,

ist mein Schatz bei deiner Crew?

Wellen rissen ihn von Bord,

das wilde Meer zog ihn fort!

Das Mädchen weinte,

es weinte so sehr,

weit draußen

flossen Tränen ins Meer.

Liam, Liam......

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14.01.2008 14:58

Vollmond

Komm schließ die Augen, glaube mir

wir werden fliegen übers Meer.

Ich bin nach deiner Liebe so krank,

die sich an meinem Blut betrank.

Der Tag verschwand

Du wirfst dein Kleid vom Leib.

Hast  ein weißes Licht mir angezündet,

Du mein Abendweib.

Mit Wurzelhaar und Tiergesicht

und immer werden mein Augen weit,

wenn in der Nacht

mir solch ein Mond erscheint.

Komm schließ die Augen.......

Die Bäume wachsen in den Mai.

Wer will schon einsam sein,

doch heute in dem mildem Licht

bist du so nackt und heiss.

Mund an Mund die lange Nacht.

Der helle Mond zieht seinen Kreis,

auf den Boden,

da liegt dein weißes Kleid.

Komm schließ die Augen.......

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25.11.2007 13:16

Königin

Text von F. Villons

Keine Frau auf dieser Welt,

ob aus Tibet oder dem Zigeunerwelt.

ob sie weiß oder braun charmant,

ob aus Flandern oder Samarkant,

ob sie blond ist oder aus Madrid,

Eskimos und Lappen zählen mit.

Nur du bist meine Königin,

das Licht in meinen Herz,

Deine Liebe die raubt mir den Sinn

und tötet meinen Schmerz.

Auch im Orient sieht man sie lauern.

schnell so sagt man gehts hinter Klostermauern.

Ob vom Kaukasus ob aus Rom,

hin zum Nil und Amazonasstrom.

Ob sie reif ist oder sie stadtbekannt

nicht mal die aus dem Franzosenland.

Du bist meine Königin,

das Licht in meinen Herz,

Deine Liebe die raubt mir den Sinn

und tötet meinen Schmerz.

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11.11.2007 13:21

Wessebronner Gebet

Text aus den 8. Jahrhundert stammende Handschrift

Als die Erde nicht war

Und nicht der Himmel

Kein Baum und kein Berg

Kein Stern schien

Noch glänzte der Mond

Auch nicht das  Meer.

Wer Himmel und Erde auch gemacht hat

Der gibt Gnade, Klugheit und Kraft

Dem Teufel zu widerstehen

Und das Böse zu vermeiden.

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10.11.2007 12:43

Lebensbeichte

Text nach der Carmina Burena

Schäume nur mein wildes Herz

In des Zornes Wehen

Bin aus leichten Stoff gemacht

Muss wie Luft vergehen

Ohne Schiffer treibt mein Kahn

Auf des Meeresspiegel

Miemals fesselt mich ein Band

Riegelt mich ein Riegel

Suchte meinesgleichen

Fand nur Sünder ohne Zügel

Zeigt der Sinn so wie ich wirklich bin

Lenkt der Sturm mich stets wo anders hin

Trügt der Schein, ich kehre niemals heim

Am festen Band und bin dann doch allein

In der Schenke sink ich einst

Gern den Tode nieder

Und im Becher spiegelt sich mein Antlitz wieder

Mit der Jugend toll ich fort

Auf des Lasters Wegen

Engelchöre singen dann

Gib mir deinen Segen

Dieser Zecher schlag o Herr

Seiner Strafe wegen

Zeigt der Sinn so wie ich wirklich bin

Lenkt der Sturm mich stets wo anders hin

Trügt der Schein, ich kehre niemals heim

Am festen Band und bin doch allein

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03.11.2007 13:42

Zwei Segel von Conrad Ferdinand Mayer

ZWEI SEGEL

Zwei Segel erhellend.

Die tiefblaue Bucht!

Zwei Segel sich schwellend.

Zu ruhiger Flucht!

Begehrt eins zu hasten,

das andere geht schnell.

Verlangt eins zu rasten.

Ruht noch sein Gesell.

Wie einst in den Winden.

Sich wölbt und bewegt.

Wird noch das Empfinden.

Das andern erregt.

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27.10.2007 17:37

Tausend Mal hab ich mich betrogen

Tausend Mal hab ich dich gekränkt

Tausend Mal zuviel gelogen

Tausend Mal alles verdrängt

Alles, alles, alles verdrängt

Doch in dieser einen Stunde

In der ich dich verloren hab

Weiss ich was ich dir angetan

Und breche über mich den Stab

Wollte doch mehr hinterlassen

Weiss nicht wohin mit meiner Wut

Außer gegen mich gerichtet

Doch dazu fehlt mir der Mut

Dort wo der Horizont

sich mit den Meer verbindet

Dort wollt´ich auf dich warten

Auf dass du mich dort findest

Tausend Mal zuviel versprochen

Tausend Mal dasselbe Leid

Tausend Mal zu spät bereut

Zu spät, zu spät bereut

Doch in dieser einen Stunde

Wenn der Wind sich plötzlich dreht

Habe ich den Sturm geerntet

Den ich selbst einst gesät

Wollte doch mehr hinterlassen

Wollte mehr doch für dich sein

Als ein würdeloser Körper

Abgekratzt vom Pflasterstein

Dort wo der Horizont.......

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